So,
nun melde ich mich nach einer ganzen Weile mal wieder und gleich zu Beginn: es tut mir sehr leid, dass ich in den letzten 2 Monaten nicht mehr zum Schreiben gekommen bin. Doch in der Zwischenzeit ist einiges passiert, von dem ich euch nun einen (mehr oder weniger) kurzen Bericht geben möchte.
Wir hatten in diesem Jahr doch schon einige Einsätze in Langenholzhausen (Lkr. Lippe), Freudenberg (Siegen), Belsen (Tübingen), Söllingen (Karlsruhe) und Eichstetten (Freiburg).
Dort ist wirklich eine Menge geschehen. Nun etwas über die Einsätze:
(Schulstunde zum Thema Bibelentdecker in einer Schule in Langeholzhausen)
Langenholzhausen, so hieß eine kleine Ortschaft (kaum größer als Ruppertshofen (mein Heimatort)) im Westfälischen Lippekreis. Dort durften wir eine Kinderbibelwoche in einem wunderschönen neuen Gemeindehaus gestalten. Die Kinder waren immer voll dabei und wie lernten die Gemeinde gut kennen. Doch es lief nicht immer alles glatt und so wurde unser Programm am ersten Tag von einem Landstreicher gestört, der mit einem riesigen Hund (er selbst sagte es wäre ein Wolf(!)) reinplatzte. Da eine Menge der Kinder panische Angst vor dem Hund hatten baten wir und die Mitarbeiter, dass er seinen Hund doch vor der Tür anleinen könne. Doch er sah überhaupt nicht ein, warum Kinder Angst vor seinem Hund haben könnten und somit endete die Angelegenheit damit, dass wir die Polizei rufen mussten, doch bis sie eintraf war der Landstreicher schon verschwunden.
Damit hätte wirklich niemand gerechnet. Doch Gott sei Dank lief der Rest der Woche problemlos. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, an alle Mitarbeiter der Gemeinde und natürlich auch an den Pastor Andreas Weißbach.
(ca. 170 Kinder, die gespannt Dani's Verkündigung lauschen)
Danach durften wir in einer baptistischen Gemeinde in Freudenberg Kindern Geschichten von Jesus erzählen. Doch zunächst waren wir nicht gerade von viel Glück umgeben , da die gute Berta nämlich in der Werkstatt war und leider nicht rechtzeitig fertig wurde. Somit mussten wir den Einsatz mit der Bunten Kuh bereisen. Die Bunte Kuh das ist ein VW LT mit Langem Radstand etwa 6,5 Meter lang und knapp 3 Meter Höhe. Das war mal spannend, also Platzprobleme hatten wir schon mal keine, denn in die Berta bekommen wir nur alles rein, wenn wir wirklich stopfen. Aber mit der Bunten Kuh lief alles glatt, auch wenn wir Angst hatten, dass sie irgendwann mal während Fahrt zerfällt, da sie schon ziemlich am rosten ist.
Der Einsatz begann richtig gut, denn den ersten Tag durften wir in einer Schule vor etwa 70 Hauptschülern (5. und 6. Klasse) und nochmals etwa 170 Grundschülern spielen. Das war ja mal ein super Einstieg, so viele Kinder hatten wir noch nie auf einen Schlag. Doch wir standen unter Zeitdruck, denn wir mussten in Rekordzeit alles wieder abbauen und im Gemeindehaus wieder aufbauen, sodass wir nachmittags gleich den zweiten Tag vorspielen konnten (was ein Stress...).
Doch auch hier funktionierte das meiste ziemlich gut und alles stand bis die Kinder kamen.
Wir konnten auch hier sehr viel Kinder erreichen, da wir zusätzlich noch viele Schuleinsätze hatten. Auch hier vielen Dank an Doro und die Mitarbeiter der Gemeinde.
(Ein kleines Gruppenbild mit den Kids vom einsatz in Belsen)
Belsen, wieder einmal ein Einsatz im schwäbischen *juhuuu*. Ich fand mich auf Anhieb gut zurecht dort und war sehr froh mal wieder Schwäbisch zu hören. Das Gemeindehaus war hier eher überschaubar und wir hatten vor den Kindern nicht ganz so viel Bewegungsraum, was dem ganzen aber überhaupt nicht schlecht bekam, wir sind ja schließlich flexibel ;). Da der Einsatz innerhalb der Herbstferienwoche stattfand konnten wir leider keine Schulen besuchen. Aufgrund dessen konnten wir jeden Tag etwas später aufstehen. Wir hatten somit auch genügend Zeit uns die Umgebung anzuschauen. Somit besuchten wir zum Beispiel eine Führung der Burg Hohenzollern oder inspizierten die Tübinger Innenstadt. Wir wurden am dritten Tag sogar von der Jugend zu einem Bowlingabend eingeladen. Das war cool, weil ich vorher noch nie bowlen war.
Mit dem Einsatz konnten wir ca. 90 Kinder erreichen. Alles lief super wir hatten zum ersten Mal auch ein Paar Kinder die sich bekehrt haben *Halleluja!!*
Ich möchte hier besonders der Familie Herter danken, die mich in dieser Woche bei sich aufnahmen, denn zum ersten Mal waren wir auf drei Haushalte aufgeteilt. Corni und Jochen wohnten bei Familie Schweizer, bei der wir auch einen wunderbaren Abend verbrachten. Die Mädels waren in einer Ferienwohnung untergebracht.
(Der Kleine Stefan möchte bitte aus dem Spielplatz in Söllingen abgeholt werden)
Nach einer Urlaubswoche ging es dann für zwei Einsätze ins Badische. Zunächst waren wir in Söllingen bei Karlsruhe. Jaja das badische.... für mich war das natürlich nicht ganz einfach, aber ich konnte meine Vorurteile schnell überwinden und hatte schnell keine Probleme mehr damit dort unser Programm zu spielen. Das Gemeindehaus war ein ehemaliges Kino, deshalb hatten wir auch richtig viel Platz dort drin. Doch der war zunächst nur sehr gering ausgefüllt. 35 lautete am ersten Tag die Zahl der Kinder. Doch auch mit einer geringen Kinderzahl konnten wir eine Menge Spaß haben. Doch das heißt nicht, dass es so bleiben muss, am zweiten waren es nämlich schon 42 und Susi (eine Mitarbeiterin vor Ort) machte eine Wette mit den Kindern, denn wenn es am nächsten Tag mindestens 55 Kinder wären, bekämen sie eine Überraschung. Die Zahl der Kinder stieg auch, denn am nächsten Tag waren es schon stattliche 43. Noch nicht ganz, aber fast. Natürlich bekamen die Kinder eine etwas kleinere Überraschung, nämlich Bonbons (wer hätte es auch anders gedacht). Doch wir ließen die Wette weiter laufen und am nächsten Tag waren es 69 Kinder. Das hat uns natürlich riesig gefreut. Die Zahl der Kinder fast zu verdoppeln war eine super Sache, doch dabei blieb es nicht. Da wir jeden Tag bis zu vier Schulstunden hatten, konnten wir dort auch noch sehr viele Kinder erreichen insgesamt 15 Schulstunden standen auf dem Programm. Das war richtig anstrengend. Euch gilt auch ein riesen Dank, allen Mitarbeitern der Gemeinde und vor allem Matze Vogelmann, der uns mit einem erlebnispädagogischen Spiel in einer Stunde mit Kindern aus sechster, siebter und achter Klasse zur Seite stand.
(Die kleine Lena is mir in Eichstetten echt ans Herz gewachsen)
Im zweiten Teil unserer Reise ins badische besuchten wir den Ort Eichstetten am Kaiserstuhl. Wir fuhren von Söllingen direkt dorthin, was sich anbot. Dort wurden wir gleich sehr herzlich mit einer Tasse Kaffee empfangen und durften danach auch gleich Aufbauen. Auch hier hatten wir einen relativ überschaubaren Raum, doch es machte uns keine größeren Probleme, im Gegenteil, ich glaube so schnell stand die Bühne noch nie und sogar die Stelzen zur Befestigung des Hintergrundstoffes konnten wir ohne Probleme aufstellen.
Hier gab es wieder was besonderes, wir hatten nach Plochingen wieder eine Hüpfburg, der Kindermagnet schlechthin :). Somit wurden wir gleich am ersten Tag mit knapp 70 Kindern überrascht. Super Sache! Es lief alles wie am Schnürchen. Es gab nur ein Manko und zwar konnten nur am ersten Tag für drei Stunden in die Schule. Doch die Morgen blieben keineswegs ungenutzt. Wir ergriffen die Gelegenheit, um einmal einen Abstecher ins Französische zu machen und verbrachten etwas Zeit in Colmar und Requir, aber da es wirklich sehr kalt und windig war konnten wir diese nicht wirklich genießen. An einem anderen Morgen besuchten die anderen den Kaiserstuhl, während ich noch ein paar dringende Dinge zu erledigen hatte. So verbrachte ich diesen Morgen in der Gastfamilie und schrieb beispielsweise einen kleinen Bericht für die Maiausgabe des Anrufs (eine Zeitschrift des EC).
Am letzen Morgen besuchten wir Freiburg.
Insgesamt konnten wir dann mit der Kinderwoche knapp 120 Kinder (genaue Zahl noch offen) und mit den Schulstunden nochmals etwa 40 Kinder erreichen. Eine großartige Zahl.
Und auch hier nochmals vielen herzlichen Dank an alle Mitarbeiter rund um Agnes Wittek und Familie Schneider, die echt viel geleistet haben in der Woche. Und vor allem für die Gastfreundschaft, die wir bei euch erfahren durften.
Zum Abschluss der Baden-Reise bleibt mir nur zu sagen, dass ich meine Meinung gegenüber den Badenern gründlichst überdenken muss, denn was wir dort erleben durften, war einfach genial.
Unterdessen nahmen wir noch an zwei Seminaren teil, nämlich an dem Seminar für die EC-FSJ'ler und an der CSJ - Tagung für Leute die Christliche Schul- Jugendarbeit machen.
Dort konnten wir wieder sehr viele tolle Leute kennenlernen. Die ich an dieser Stelle auch herzlich grüßen möchte.
So das war nun ein etwas längerer Bericht aber ich glaube, das war nach der langen Zeit, in der ich nichts geschrieben habe, auch mal nötig.
Heute habe ich noch frei und morgen geht's gleich wieder zu einem Schulungsmorgen und anschließender Teamarbeit in der Zentrale.
Ein kleiner Ausblick auf das was nun kommen wird: Am Mittwoch fahren wir nach Hagen, aber nur zu einem Vorbereitungsgespräch und um in einer Schule Werbung für den Einsatz zu machen, der in zwei Wochen auf uns wartet. Am Donnerstag werde ich mit Dani zu einem Vorbereitungsgespräch nach Berlin fahren, denn wir werden im Juni zweieinhalb Wochen dort in den verschiedenen Ecken Einsätze haben. Und am Wochenende steht dann der Ich Glaub's Kongress für Teens und Jugendliche an.
Nun wünsche ich allen eine tolle Woche, ich werde jetzt noch meinen Tag genießen und chillen ;)
Ich wünsche euch allen Gottes Segen und alles Gute!
Bis Bald!
Euer Stefan
PS: Wenn ihr mehr Bilder sehen möchtet, ab morgen werden noch viele Weitere auf www.team-ec.de unter Gallerie sein.



